Wir
laden Dich ein, zu einem Erkundungsgang im
Gelände der Naturschutzstation!
Was nehmen wir mit?
Zuerst gehen wir an zwei kleine, künstlich angelegte Teiche. Wir sehen verschiedene Wasserpflanzen.
Im Frühjahr können wir hier gut Molche und Frösche beobachten. Beim Springen, Schwimmen, Verstecken zeigen die Frösche ihr Können. Im Sommer hört man sie laut quaken und im Herbst wandern sie in ihre Winterquartiere. Die Kinder, die uns bisher besuchten, hatten viel Freude an diesen Tieren.
Verschiedene Käfer (Rückenschwimmer, Wasserläufer) und Libellenlarven können hier entdeckt werden.
Weiter gehts zum Bach: Letzten Sommer haben wir hier eine Ringelnatter beim Baden gesehen. Bachflohkrebse sind sehr gut zu beobachten, da sie sehr aktiv sind.
Nahe dem Bach fließen zwei Wasserläufe zusammenlaufen. In diesem Sammelbecken tümmeln sich kleine Fische wie Moderlieschen, Stichlinge, Elritzen u.a.
Nicht mehr weit ist es zum Fischteich. Dieser wird fischwirtschaftlich genutzt. Schon oft konnten wir beim Füttern der Fische zusehen.Vor allem Karpfen werden hier herangezogen. Aller zwei Jahre im Herbst wird abgefischt. Letztes Jahr war ein richtiger Höhepunkt. So viele Karpfen, Schleien und auch einige Hechte! Mann, haben wir gestaunt! Natürlich kamen sofort Graureiher und Kormorane. Sie wollten sich auch noch einen Leckerbissen sichern. Das ganze Jahr über kann man an diesem Platz viele Enten beobachten.
Nun schöpfen wir hier den ersten Eimer halbvoll Wasser. Mit dem Kescher holen wir vom Teichboden Kleinstlebewesen und geben sie mit in den Eimer. Was sehen wir? Käfer, kleine Tierchen, kleine Algen, es ist grünes Wasser. Wir nehmen das Wasser mit. Warum? Das erklären wir später...
Jetzt gehen wir weiter zum Stausee. Herrlich, wie weit man über das Wasser schauen kann. Unsere Ferngläser sind uns jetzt sehr nützlich, denn es sind nicht alles Enten, was man sieht. Beim näheren Beobachten kann man gut Unterschiede feststellen. Beim Vogel, der so lange taucht, erkennen wir jetzt sein Häubchen. Das ist ein Haubentaucher. Die schwarzen, schwimmenden Vögel, die über der Nase einen weißen Fleck haben, sind die Bleßhühner. Bei genauerer Betrachtung kann man ganz unterschiedliche Enten erkennen, wie Reiherenten, Tafelenten und Stockenten. Der weiße Fleck im Hintergrund - ich sehe duchs Fernglas und staune - stellt sich als ein Schwanenpaar heraus. Sehr majestätisch, wie sie schwimmen. Jetzt wollen sie fliegen. Es sieht toll aus, wie diese großen Vögel sich in die Luft erheben. Jetzt fliegen sie sogar über uns hinweg. Die Fluggeräusche können wir ganz deutlich hören. Alle von unserer Gruppe sind ganz still vor Begeisterung. Dann schaue ich mit dem Fernglas noch einmal über den See. Halt! Da hinten habe ich noch etwas entdeckt. Fast hätten wir diese Vögel nicht bemerkt. Sie stehen ganz still. Es sind zwei Graureiher. Wir sehen im Bestimmungsbuch nach und können ihn genau identifizieren. Ja, es stimmt, er ist ein langbeiniger und langhalsiger Vogel. Sicher macht er eine Rast.
Nun gehen wir näher an das Ufer heran. Hier wachsen Schilf, Binsen und Libellen schweben flach über das Wasser. Genau wie die Schwalben und Bachstelzen. Es herrscht ein reges Treiben!
Unseren zweiten Eimer füllen wir mit Wasser und der Kescher holt kleine Lebewesen vom Boden des Sees. Was wollen wir damit tun? Kannst Du es Dir denken? Ja, richtig! Wir wollen einmal sehen, welche kleinen Lebewesen sich im Wasser befinden und sie einmal näher untersuchen.
Deshalb gehen wir jetzt in unser Labor. Dort fallen uns zuerst die großen Aquarien auf. In dem einem sind die kleinen Fische drin, die wir auf unserem Rundgang im Wasserbecken gesehen haben. Hier kann man sie viel besser sehen und beobachten. Wir haben Glück, ein kleiner Krebs ist gerade aus seinem Versteck gekommen. Sonst sieht man sie nur selten, da sie nachtaktiv sind. Im zweiten großen Aquarium finden wir die "richtigen" Aquarienfische. Es sind drei verschiedene Arten, schwarze Black Mollys, rötliche Platys und verschieden farbige Guppys. Im Aufzuchtbecken tummeln sich ihre vielen Kinder..
Doch nun wieder zurück zu unseren Eimern mit Teichwasser. In kleineren Glasgefäßen betrachten wir das Wasser mit Hilfe des Mikroskops. Bestimmungsbücher helfen uns, die Tiere und Pflanzen genau zu bestimmen. Wir legen eine Tabelle an:
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Teichwasser |
Stauwasser |
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| Ruderwanze
Rückenschwimmer Zuckmückenlarve Wassermilbe Fischegel Wasserassel Wasserflöhe Hüpferlinge |
große Libellenlarven
Tellerschnecke Käferlarve verschiedene Wasserflöhe Hüpferlinge |
Es ist schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche und manchmal auch schwer zu bestimmende Tiere es gibt. Doch jetzt wollen wir noch etwas ganz Besonderes tun.
Hast Du schon einmal durch ein Mikroskop geschaut? Wenn nicht, dann hast Du hier Gelegenheit. Es wird Dich sicher sehr begeistern. Schau Dir nur mal den sogenannten Wasserfloh so stark vergößert an. Ist es nicht phantastisch? Oder den Hüpferling, verschiedene Insektenlarven und andere kleinste Lebewesen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Tiere beschaffen sind, obwohl sie so winzig sind. Diese Einzelheiten, die Du entdecken kannst, siehst Du nur unter dem Mikroskop.
Möchtest Du diesen Rundgang oder auch einen anderen bei uns in der Naturschutzstation erleben, bist Du jederzeit herzlich eingeladen. Doch rufe vorher an.
Vieleicht möchte auch mal Deine ganze Klasse zu uns kommen. Bringe sie einfach mit!